Referat Prof. Hepcke 10.11.2012

In seinem herausragenden Vortrag während der Veranstaltung der Bürgerinitiativen in der Stadthalle Übach-Palenberg am 10.11.2012 hat Prof. Hartmut Hepcke frühere Aussagen konkretisiert und Missverständnisse ausgeräumt: Auch in Wasserschutzgebieten besteht im Allgmeinen keine Gefahr durch austretendes Abwasser aus privaten Leitungen.

Script zum Vortrag (PDF)    Vortrag-zu-P-61a-Referat-Version-6.02-BI-Ubach-Palenberg.pdf

"Der erneute Versuch der Landesregierung, nun zumindest Dichtheitsprüfungen in Wasserschutzgebieten durch das Landeswassergesetz zu regeln, wird ebenfalls scheitern.

Das WHG hat hier in den §§ 51 und 52 klare und abschließende Regelungen getroffen. Danach sind alle Maßnahmen zum Schutz der Wasservorkommen im Rahmen einer individuellen Wasserschutzgebietsverordnung auf Antrag eines Begünstigen zu regeln."

"Der tägliche organische Schmutzfrachteintrag aus Kläranlagenabläufen ist im Verhältnis zum organischen Schmutzfrachteintrag aus möglicherweise undichten Hausanschlussleitungen um (...) den Faktor 400 höher.

Betrachtet man die biologisch nicht eleminierbaren pharmazeutischen Medikamentenrückstände im Abwasser, so ist die Schadstofffracht im Kläranlagenablauf im Verhältnis zu der aus möglichen undichten Hausanschlüssen sogar um (...) den Faktor 10.000 höher.

(...) Allein durch die Schmutzfrachteinleitung aus Kläranlagenabläufen wird ein Vielfaches sowohl an organischen als auch an anorgaischen Stoffen in öffentliche Gewässer durch Versickerung in den Boden und ggf. Grundwasser eingetragen, ohne dass die Umwelt, der Boden oder das Grundwasser davon einen erheblichen und nachhaltigen Schaden nehmen oder dies mit Bußgeldern oder Strafen bedroht wird.

Folglich kann durch undichte Hausanschlussleitungen ebenfalls keine Gefahr für den Boden und das Grundwasser ausgehen! "

(Mitschnitte des Vortrags für registrierte Nutzer unter "Aktuell & Informativ -> Downloads")

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