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Ein Zwischenergebnis zum Monitoring : Dilettantische Arbeit

Das Zwischenergebnis zum Monitoring liegt jetzt vor mit der Stellungnahme eines unabhängigen Wissenschaftlers : "In der Form und ohne weitere Differenzierung vollkommen sinnlos!"

Aber 'mal ehrlich: Was hatten wir anderes erwartet?

 

Hier eine erste Stellungnahme
(eingegangen per E-Mail vom 30.11.2016 an Uwe Gellrich
von Prof. Dr. Hans-Werner Vohr):
 

Sehr geehrter Herr Gellrich,

ich habe gerade den Zwischenbericht gelesen und bin entsetzt. Seit 30 Jahren arbeite ich als Wissenschaftler und habe etliche Diplomanden, Master und Doktoranden betreut.Dieser „Zwischenbericht“ gibt nur Spielraum für willkürliche Auslegungen. Da werden Siedlungsgebiete mit mehrfach sanierten Kanalsystemen verglichen mit bisher vollkommen unkontrollierten Gebieten. Niemand kann daher sagen, ob und wie hoch dort Leitungsschäden sind.
Es geht aus dem Bericht nicht hervor, wie es mit der Bebauung aussieht (Mehrfamilienhäuser, Villen, Reihenhäuser usw.). Sind in den Siedlungsgebieten Altenheime, Arztpraxen, Krankenhäuser, leben dort Familien, ältere Menschen? Kein Wort zu diesen Strukturen. Dabei werden die analysierten Stoffe ohnehin fast ubiquitär im Boden(wasser) gefunden. Wichtig wäre auch die Info, in welchen Tiefen die Stoffe in welchen Mengen gefunden wurden, d.h. gibt es Abbaugradienten? Außerdem gibt es mit Sicherheit ökotoxikologische Daten zu vielen der untersuchten Stoffe. Von denen sollte also bekannt sein, wie sie sich im Boden verhalten, wie, wo und wie schnell sie abgebaut werden. Aber kein Wort in dem „Zwischenbericht“.

Für eine vernünftige toxikologische Bewertung wären diese Punkte wichtig (was kommt tatsächlich im Grundwasser an). Und für die Eigentümer sowie die Behörden wäre wichtig, welche Leckage in dieser Hinsicht wirklich eine gesundheitliche Gefahr darstellt, Haarrisse oder Bruch?

In dieser From taucht der „Zwischenbericht“ nur zur Panikmache und bildet eine Basis für Auslegung in jede Richtung. In der Form und ohne weitere Differenzierung vollkommen sinnlos!

Viele Grüße, H.-W. Vohr

 

Kommentare   

0 #6 Monika Mostert 2017-06-13 11:35
Liebe Mitstreiter,
weiß jemand ob das Monitoring überhaupt zu Ende geführt wird, nachdem Herr Remmel abgewählt wurde?
0 #5 Hugo Hütten 2016-12-21 12:34
"Gerade die Hochschule OWL ist im Fachbereich Abwasser beispielsweise beeinflusst von entschiedenen Befürwortern der Dichtheitsprüfung."

@WSG
Gibt es dafür auch BELEGE?
0 #4 W.S.G. 2016-12-20 16:29
Ein Immuntoxikologe mag zwar kein Abwasserexperte sein. Aus seinem Fachgebiet aber kann er sehr wohl beurteilen, ob die Methodik zu verwertbaren Ergebnissen führen kann. Immerhin geht es um Gefahren aus Giftstoffen (Toxine) im Abwasser und deren Herkunft und Transport. Das hat sehr viel mit Toxikologie zu tun. Prof. Vohr wird aber sicher nicht beurteilen können, wie ein Rohr abzudichten ist.
Das Problem mit der Studie ist nicht das IWW. Das Problem sind die weiteren Auftragnehmer, die entscheidenden Einfluss auf die Studie nehmen:

• IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser Beratungs- und
Entwicklungsgesellschaft mbH (IWW),
• Hochschule Ostwestfalen-Lippe (HS OWL),
• Emscher Wassertechnik GmbH (EW),
• Institut für Energie- und Umwelttechnik e. V. (IUTA) und
• geo-idGmbH (geo-id)

Gerade die Hochschule OWL ist im Fachbereich Abwasser beispielsweise beeinflusst von entschiedenen Befürwortern der Dichtheitsprüfung. Und noch entscheidender für die Ergebnisse einer solchen Studie sind immer die Interessen des Auftraggebers. Der heißt Johannes Remmel und er wird die Deutungshoheit nich aus der Hand geben.
0 #3 Hugo Hütten 2016-12-20 12:39
Ist ein Immuntoxikologe wirklich der richtige Fachmann für unser Problem diesen IWW-Bericht zu widerlegen?

Wo bleibt die Stellungnahme von Prof. Hepcke?

Dem IWW-Institut isr keine Lobbyverbindung nachzuweisen und ist zuden noch hochangesehen.
(Denkt Euch hier einen Sch...haufen Emoji ;-) )

Kein Wunder, dass CDU und FDP nicht antworten, ob sie auf unserer Seite sind.

Bis zum Wahlkampf muss sich noch eine Menge tun.
Wir brauchen wissenschaftliche Belege, dafür dass dieser IWW-Bericht falsch ist.
Richtige Belege, nicht nur eine Meinung. Richtige wissenschaftliche Analyse, die sich diese Punkte des IWW-Berichts gründlich vornimmt und im besten Falle verpflückt. Belege dafür, dass diese Verunreinigungen eben NICHT von defekten Kanälen stammen können.

Zu Beginn unseres Kampfes ging das doch auch.
Hugo Hütten
0 #2 Monika Mostert 2016-12-06 12:42
"...möchte ich Ihnen hier eine erste Bewertung vom 30.11.2016 durch einen unabhängigen Wissenschaftler zukommen lassen. Mehr werden sicherlich noch folgen. Ich denke, auch Prof. Hepke wird sich noch dazu äußern - spätestens, sobald ein Abschlussbericht vorliegt. " S. Genreith

Dann ist es zu spät.
Wir brauchen diese Bewertungen VOR DER WAHL.
Bitte liebe Mitstreiter, versucht das bei unseren Wissenschaftlern durchzukriegen. Denn nur VOR DER WAHL haben wir noch eine Chance.
0 #1 Monika Mostert 2016-12-02 13:05
Wir haben nachgewiesen, dass alle wichtigen Institute, die "Ergebnisse" pro Kanal-TÜV produzierten, mit der Kanallobby verflochten sind.
Damals war das noch einfach zu recherchieren.
Die hatten sich ja gar keine Mühe gemacht, das zu verheimlichen.

Zum IWW-Institut (Monitoring) finden wir keine Hinweise zu irgendwelchen Verflechtungen.
Ist uns schon klar, falls es welche gibt, wären sie bestimmt nicht mehr so leicht zu recherchieren.
Sie wären, neben wissenschaftlicher Bestätigungen, von denen es hoffentlich noch mehr geben wird (Prof. Hepcke!) ein weiteres, starkes Argument um unsere Position erfolgreich vertreten zu können, denn das sorgt für die nötige Empörung.
Wenn das wirklich so ein Murks ist, was dieses Institut da schreibt, kann es ja nur mit der Kanalbranche verflochten sein. ;-)

Wer Hinweise dazu hat, sendet mir bitte eine Mail. Gerne auch anonym, bei beweiskräftigen Dokumente zählen diese und nicht der Name.
monikamostert(at)arcor(dot)de

Hallo Herr Genreith,
sollte tatsächlich etwas kommen, leite ich es Ihnen natürlich sofort weiter.

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