Allgemeines

Liebe Mitbürger

Dichtheitsprüfung und Sanierungspflicht privater Abwassergrundleitungen stellen sich für viele Bürger überall in Deutschland als existenzbedrohende Zwangsmaßnahme heraus. Dabei gibt es keinerlei belastbare Erkenntnisse darüber, ob von defekten privaten Leitungen eine Gefahr für unser Grundwasser ausgeht. Im Gegenteil belegen unabhängige Gutachten, dass beispielsweise die Abläufe von Kläranlagen den vielhundertfachen Schadstoffaustrag legal in die Gewässer einleiten und alle bekannten Grundwasserbelastungen ausschließlich aus anderen Quellen stammen, vorrangig aus Landwirtschaft, Industrie und Kläranlagen. Der berüchtigte LANUV-Fachbericht 43 wurde unmittelbar nach seiner medienwirksamen Vorstellung durch Herrn Remmel kritisch analysiert. Prof. Hepcke konnte zeigen, dass die dort verarbeiteten Daten im Gegenteil die These einer Gefährdung widerlegen.

Mit solchen Fakten konfrontiert, feuern Branchenvertreter Salven diverser Auftragsgutachten ab und verstecken sich Politiker gerne hinter angeblichen Anforderungen seitens der EU und des Bundes. Nichts davon ist bei näherer Prüfung haltbar.

In einer Antwort auf unsere Anfrage an die EU bestätigt man ausdrücklich, dass von dieser Seite keinerlei Anforderungen an die Überwachung private Abwasserleitungen gestellt werden und man im Gegenteil alle Prüfpflichten für unverhältnismäßig hält.

Das Wasserhaushaltsgesetz des Bundes eröffnet ausdrücklich die Möglichkeit, private Abwassergrundleitungen von jeder überwachten Prüfpflicht freizustellen.

Sogar das zu der Zeit GRÜN/Rot-regierte Baden-Württemberg hat die Dichtheitsprüfung nach massiven Protesten eingedampft. Die Rot/GRÜNE Landesregierung in NRW übernimmt eine Vorreiterrolle unter dem Deckmantel des Umweltschutzes. Andere Bundesländer sehen keinerlei Handlungsbedarf. Bezirksregierungen und Kommunen gehen je nach politischer Mehrheitslage deutschlandweit sehr unterschiedlich hart gegen ihre Bürger vor.

Die meisten Bürger werden vom Bescheid ihrer Kommune mit der Aufforderung zur Prüfung vollkommen überrascht. Schon diese Maßnahme kann einige hundert bis einige tausend Euro kosten. Richtig dramatisch sind die dann überwiegend geforderte Sanierung. Hier kommen unseren Erfahrungen zufolge leicht einige zehntausend Euro zusammen, die manch ein Eigenheimbesitzer nicht mehr stemmen kann.

Kein anderes EU-Land kommt auf den Gedanken, seinen Bürgern derartig existenzbedrohende Pflichten aufzuerlegen. So etwas scheint regelmäßig nur in Deutschland möglich zu sein.

Mit unseren Forderungen wollen wir dem bundesweit Einhalt gebieten. Dass das möglich ist, hat unser (Teil-)Erfolg in NRW gezeigt, als wir Ende 2011 das bestehende LWG 61A dort stoppen konnten. Auch das Einlenken in Hessen war nur möglich durch unsere Arbeit und Argumente.

Helfen Sie mit! Äußern Sie Ihre Meinung in Blog's, Leserbriefen, Schreiben an Politiker. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Kommentare   

0 #1 Judith Gurung 2016-07-11 11:25
Ich bin begeistert von Ihrem Zusammenschluss in NRW.
Wir haben in Frankfurt die gleichen Auflage bekommen, seit ich dieses Schreiben bekam, mache ich kein Auge mehr zu. Es sind wirklich existenzbedrohende Zwangsmaßnahmen. Ich persönlich bin nicht in der Lage so etwas zu zahlen.

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